copyright © 2017 Gemeinde Heiligenkreuz

Geschichte & Kultur

Geschichte von Heiligenkreuz seit 1945

Die    Jahre    nach    dem    2.    Weltkrieg    waren    vom    Wiederaufbau    gekennzeichnet.    Vieles,    was    zerstört    oder beschädigt worden war, konnte mit zum Teil bescheidenen Mitteln, wieder instandgesetzt werden. Eine   ganze   Reihe   von   Familien   aus   dem   nördlichen   Nachbarland   aus   dem   Gebiet   von   Mähren   fand   im   Stift Unterkunft   und   Arbeit.   Nicht   zuletzt   durch   die   günstige   Lage   wie   die   Nähe   zu   Wien   zogen   und   ziehen   neue Bewohner   hierher.   Zum   Teil   suchen   sie   in   der   Stadtnähe   einen   ruhigen   Wohnsitz   am   Land   und   zum   andern kommen   sie   aus   einem   Gebiet   mit   geringer   Infrastruktur.   Das   Pendlerwesen   nach   Wien   nimmt   seit   1945 immer mehr zu.

1975

1975    wurde    ein    neu    errichteter    Kindergarten    eingeweiht,    1994    ein    abermals    neuer,    größerer.   Aus    der 8stufigen     Volksschule     mit    Abteilungsunterricht     wurde     eine     vierklassige     Schule.     Einige     Gasthäuser, Handwerksbetriebe und Geschäfte wurden in den Jahren nach dem Krieg geschlossen. Die   Kirchenglocken   wurden   vom   Hitlerregime   zur   Herstellung   der   Rüstung   beschlagnahmt.   Im   Jahre   1956 wurden   in   St.   Florian   in   Oberösterreich.   vier   neue   Glocken   gegossen,   wobei   sogar   einige   Bewohner   von Heiligenkreuz   anwesend   waren.   Die   Glockenweihe   im   Stiftshof   war   ein   großes   Fest.   Nachdem   sie   am   Turm emporgezogen waren, fühlten sich alle glücklich über das neue Geläute, das Frieden verkündete. Aus   der   großen   Gebäudeanlage   des   Meierhofes,   in   dem   bis   zu   60   Kühe,   Ochsen,   Pferde,   Schweine   und Hühner    untergebracht    waren,    errichtete    das    Stift    die    heutige    Form    der    Hochschule    (Philosophisch- Theologische   Hochschule).   Früher   wohnten   hier   die   Gutsverwalter,   Schweizer,   Melker   und   landwirtschaftliche Arbeiter. Im   Zuge   des   wachsenden   Wohlstandes   hat   der   Fremdenverkehr   stark   zugenommen.   Besonders   das   alte   Stift und das Vetsera-Grab werden von vielen Touristen besucht. Heiligenkreuz   ist   ein   Wallfahrtsort   und   liegt   an   der   Via   Sacra   -   der   alten   Wallfahrerstraße   Wien   -   Mariazell. Ab Ostern pilgern viele Wallfahrer durch unseren Ort.

1960

1960    wurde    mit    dem    Bau    einer    Ortswasserleitung    begonnen.    Bis    zu    diesem    Zeitpunkt    erfolgte    die Wasserversorgung     durch     Hausbrunnen     bzw.     eine     alte,     baufällige     Privatwasserleitung     des     Stiftes Heiligenkreuz.   Das   heutige   Wasserversorgungsnetz   weist   alleine   7   Hochbehälter   auf,   die   ebenfalls   täglich einer   Kontrolle   durch   den   Wassermeister   unterzogen   werden.   Sämtliche   Ortsrotten   des   weit   verstreuten Siedlungsgebietes   können   mit   einwandfreiem,   nicht   chloriertem   Wasser   versorgt   werden.   Das   Wasser   weist einen   durchschnittlichen   Härtegrad   von   18   auf.   Der   Nitratgehalt   ist   eher   gering   einzustufen.   Im   Falle   eines Gebrechens     in     der     KG.     Heiligenkreuz     könnte     auf     eine     Notversorgung     über     den     Triestingtaler Wasserleitungsverband zurückgegriffen werden. Das    Projekt    "Kanalisation    Heiligenkreuz"    wurde    von    der    Abteilung    B/4    der    N™.    Landesregierung    im September   1963   erstellt.   Mit   dem   Bauvorhaben   wurde   am   12.   Dezember   1966   begonnen   und   am   2.   August 1968 fertiggestellt.

1977

Am   17.   Oktober   1977   wurde   mit   dem   Bau   der   Abwasserbeseitigungsanlage   Siegenfeld   begonnen   und   am 30.Mai   1984   erfolgte   die   Bauvollendung.   Durch   den   Klärwärter   der   Gemeinde   Heiligenkreuz   werden   die Anlagen    täglich    kontrolliert    und    gewartet.    Einmal    jährlich    findet    eine    Überprüfung    der   Anlage    durch    die Aufsichtsbehörde statt. Der erzielte Reinigungsgehalt der Anlage liegt über 90%.

1982

Im   Jahr   1982   wurde   die   Autobahn   A   21   dem   Verkehr   übergeben,   die   sich   am   Südhang   des   Klosterberges befindet.   Einerseits   bewirkt   diese   Autobahn   ein   rasches   Erreichen   der   Bundeshauptstadt,   andererseits   ist damit   eine   wesentliche   Umweltbelastung   verbunden. Am   nördlichen Autobahnparkplatz   wurde   ein   10   m   hohes Kreuz   aus   zusammengeschweißten   Leitschienen   errichtet.   Am   Sockel   ist   auf   einer   Tafel   folgende   Inschrift   zu lesen:   "All   denen,   die   in   Not   sind"   Der   Parkplatz   mit   der   Gedenkstätte   soll   nicht   nur   der   Erholung   von   Körper und Motor dienen, sondern darüberhinaus auch der Seele Regeneration bieten.

1992

Nach   einem   aufsehenerregenden   Grabraub   wurde   das   Grab   von   Mary   Freiin   Vetsera   am   22.   Dezember   1992, im   Beisein   des   Fernsehens   und   der   Presse,   amtlich   geöffnet   und   leer   aufgefunden.   Ein   Linzer   Möbelhändler namens   Helmut   Flatzelsteiner   glaubte,   die Affäre   von   Mayerling   auf   seine   Weise   klären   zu   müssen.   Er   öffnete bei    Nacht    und    Nebel    die    Gruft    der    Baronesse    Vetsera,    stahl    deren    Gebeine    und    ließ    sie    von Gerichtsmedizinern   und   anderen   Gutachtern   untersuchen.   Durch   die   internationale   Berichterstattung   ging   die Meldung   vom   Raub   der   Gebeine   der   Baronesse   Mary   Vetsera   um   die   Welt.   Nach   gerichtsmedizinischen Untersuchungen   der   sterblichen   Überreste   wurden   diese   am   28.   Oktober   1993   wieder   beigesetzt.   Um   die Würde    der    Feier    vor    jeder    Sensationslüsternheit    zu    schützen,    wurde    die    Beisetzung    geheim,    im Morgengrauen,   durchgeführt.   Der   hochwürdigste   Herr   Abt   Gerhard   Hradil   nahm   persönlich   die   Einsegnung vor. Die Gruft wurde mit Erde zugeschüttet, um einer neuerlichen Schändung vorzubeugen.
Hauptstraße 7 2532 Heiligenkreuz T: +43 (0) 2258 8720 F: +43 (0) 2258 8721 E: gemeinde@heiligenkreuz.gv.at
Bürgerservice
Tourismus
Gemeinde Heiligenkreuz im Wienerwald